Hauptmenü
Community
Umfrage
Bildergalerie
Geschichte - 80er Jahre
Spieljahr 1980/81
Sportlich hatte die
Mannschaft es auch im 3.Jahr B-Klassenzugehörigkeit
recht schwer und konnte erst am letzten Spieltag mit einem allerdings
klaren 5:1 Heimsieg über Ebersbach den Klassenerhalt sichern.
Spieljahr 1981/82
Leider gelang dies in der folgenden Saison nicht mehr und mit lediglich 12 Pluspunkten musste die Mannschaft als Tabellenletzter wieder den bitteren Gang in die C-Klasse antreten.
Dies
ausgerechnet im Jahre 1982, als die Gemeinde in groß angelegtem Stil
das 700-jährige Bestehen feierte. Der TSV ließ sich durch den Abstieg
nicht entmutigen und trug, nicht zuletzt durch den Bau eines
historischen Backofens am ehemaligen Bahnhofsgelände, sehr zum
Gelingen der Feierlichkeiten bei. Dieser Backofen sollte in den
Folgejahren sehr oft zum Treffpunkt der Fußballer, aber natürlich
auch anderer Vereine, sowie der gesamten Ortsbevölkerung werden.
In
der Generalversammlung im September 1982 legte Georg Kroth eine
Geschäftsordnung für den Verein zur Abstimmung vor. Diese
Geschäftsordnung sollte dazu beitragen, die Aufgabengebiete der
Vereinsorgane klar festzulegen. Letztendlich sollte damit erreicht
werden, dass die Arbeit im und für den Verein nicht an wenigen hängen
blieb, sondern auf mehrere Schultern verteilt wurde. Diese
Geschäftsordnung erwies sich in den Folgejahren als brauchbares
Instrument und es konnten einige Verbesserungen in der Vereinsarbeit
erreicht werden.
Gleichzeitig mit Vorlage dieser Geschäftsordnung legten Georg Kroth und auch der zweite Vorstand Josef Fath ihre Ämter nieder. Nach langer Diskussion und erst in einer weiteren ausserordentlichen Generalversammlung stellte sich schließlich Hermann Kroth zur Wahl und wurde zum 1. Vorstand und Albert Stenger zum 2. Vorstand gewählt. Die neue Vorstandschaft setzte sich vor allem das Ziel, die Pläne zum Sportplatzbau in die Tat umzusetzen. In einer Vorstandssitzung am 5.12.1982 wurde der Beschluss gefasst, das Bauvorhaben in Angriff zu nehmen.
Noch im Dezember 1982 beantragte man bei der Gemeinde das Waldgelände rechts der Strasse (Buchrain), unterhalb der Tennisplätze zur Verfügung zu stellen. Diese Variante hatte sich in den Voruntersuchungen als die am ehesten realisierbare herauskristallisiert. Man ging auch sofort daran, dieses Gelände zu nivellieren um die benötigte Erdbewegung festzustellen und daraus eine erste Kostenvorstellung zu bekommen.
Spielbetrieb 1982/83
Im Jahre 1983 wurden dann auch konkrete Planungen von Bauing. Helmut Schössler erstellt. Die ins Auge gefasste Variante für den Ausweichplatz wurde mit ca. 350000,- DM veranschlagt, die Begrünung des Hauptplatzes mit ca. 220000,- DM und für die Beregnungsanlage sowie Flutlicht wurden weitere 70000,- DM genannt. Trotz dieser stolzen Summe konnte ein durchaus realistischer Finanzierungsplan erstellt werden. Auf Grund der vorgelegten Zahlen wurde auf der Generalversammlung am 26.08.1983 einstimmig beschlossen, den Sportplatzbau in Angriff zu nehmen.
Obwohl die 1. Mannschaft mit dem 4. Tabellenplatz das Saisonziel Wiederaufstieg nicht erreichte, erlebte der Verein in dieser Saison einen sportlichen Höhepunkt. Als einziger C-Klassenvertreter erreichte die Mannschaft die 2. Runde des DFB-Pokals auf Bezirksebene. Jeder wird sich noch lange an das Spiel gegen die DJK Wölfershausen (damals immerhin Bezirksligist) erinnern, dass nach großem Kampf und 0:2 Rückstand noch 3:2 gewonnen wurde. Erst nach einem wiederum großen Spiel musste man sich 5 Tage später dem Würzburger A-Klassenvertreter TSG Estenfeld mit 2:4 geschlagen geben.
Spielbetrieb 1983/84
Am
9. April 1984 folgte dann einer der schwärzesten Tage in der
Vereinsgeschichte des TSV. Durch bis heute nicht geklärte Umstände
entstand in einem Abfalleimer hinter der Theke ein Schwelbrand, der die
gesamte Inneneinrichtung des Sportheims praktisch vernichtete. Und dies
nach all den Plänen, die man beim TSV ins Auge gefasst hatte. In
einer ausserordentlichen Generalversammlung am 27.4.1984 wurde
beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen und das Sportheim von
Grund auf zu renovieren und neu zu gestalten. Unter Mithilfe vieler
Vereinsmitglieder ging man unverzüglich an die erforderlichen
Planungen und natürlich an die Durchführung. Das Sportheim wurde
komplett neu gestaltet, neue Sanitärräume wurden gebaut und die
Küche wurde völlig umgestaltet und neu eingerichtet. Durch die
wirklich tatkräftige Mithilfe der Mitglieder (es wurde praktisch
alles in Eigenarbeit erledigt) konnte Anfang Dezember 1984 das neue
Heim wieder eröffnet werden.
Auf
diese Leistung konnte man stolz sein. Das Vereinsheim war von
Einrichtung und Ausstattung her ein Schmuckstück geworden und trug
somit auch zur positiven Gestaltung des Vereinslebens bei.
Allerdings
hatte die Renovierung natürlich Geld gekostet, welches dem Verein
jetzt für den Bau des neuen Sportplatzes fehlte. Deshalb war es
vielleicht gar nicht so ungünstig, dass sich bereits im Verlauf des
Jahres 1984 herauskristallisierte, dass die Behörde dem ins Auge
gefassten Standort für den Ausweichplatz nicht zustimmen würde.
Erneute Verhandlungen Ende 1984 und Anfang 1985 die Bürgermeister Toni Burczyk mit den Grundstückseigentümern oberhalb der Tennisplätze, links der Straße, führte, hatten schließlich Erfolg. Auch die Behörde signalisierte ihr Einverständnis und so wurde eine Plantektur eingereicht und auf dem Gelände auch sofort ein Bauaushubplatz angelegt.
Die erforderlichen Prüfungen des Landratsamtes als genehmigende Behörde zogen sich über das Jahr 1985 hin. Am 27.2.1986 schließlich erhielt der TSV den Baugenehmigungsbescheid. Die größte Hürde war genommen, die Arbeiten konnten beginnen.
Um Kosten zu sparen bat die Vorstandschaft des TSV unter Mithilfe des Bürgermeisters die amerikanischen Streitkräfte in Aschaffenburg um Hilfe bei der Ausführung der Erdarbeiten. Die Verantwortlichen des 9.Pionierbatallions ließen sich auch nicht lange bitten und beorderten die C-Kompanie nach Heimbuchenthal. Am 18.8.1986 wurde die Arbeit begonnen und am 17.10.1986 erfolgreich abgeschlossen. Zum Dank veranstaltete der TSV am 8.11.1986 einen Deutsch-Amerikanischen Freundschaftsabend im Trachtenheim.
Sportlich
hatte
sich leider in den letzten 3 Jahren nicht sehr viel bewegt.
1983/84 ein enttäuschender 7.Platz, 1984/85 nach gutem Start (Erster
nach der Vorrunde) am Ende doch nur ein 4.Platz und 1985/86 ein
5.Platz.
Die Mannschaft hatte sich zwar bemüht, aber dabei war es dann auch
geblieben.
Erfolgreicher waren
diesbezüglich 1986 die damals kleinsten Fußballer des TSV, nämlich
die E-Jugend. Unter ihrem Trainer Wolfgang Weitz wurden sie Meister
ihrer Spielgruppe (32:0 Punkte und 107:4 Tore) und belegten
schließlich bei den Kreismeisterschaften den 2.Platz. Dies lies für
die Zukunft hoffen.
Nachdem die 1.Mannschaft die Saison 1986/87 wiederum nur mit dem 7.Platz beenden konnte, hatte man sich für 1987/88 etwas vorgenommen. Unter dem neuen Spielertrainer Gregor Gesenhues erreichte die Mannschaft hinter dem SV Altenbuch den 2.Tabellenplatz, der zum Wiederaufstieg in die B-Klasse berechtigte.
In der Generalversammlung im September 1988 trat Hermann Kroth aus beruflichen und privaten Gründen vom Amt des 1.Vorsitzenden zurück. Als Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter Heinrich Fath gewählt und zweiter Vorstand wurde Urban Kroth.
Unterdessen hatten sich die Mitglieder sehr beim Bau des neuen Sportplatzes engagiert. Es wurde auch hier alles was irgendwie möglich war in Eigenarbeit erledigt. Bei diesen Arbeiten, die zum Teil nicht ohne entsprechende Maschinen durchgeführt werden konnten, war es eine große Hilfe für den Verein, dass der Heimbuchenthaler Bauunternehmer Willi Kroth (Fa. Hagen) immer wieder kostenlos seine Baumaschinen zur Verfügung stellte. Auch andere Heimbuchenthaler Geschäftsleute gaben im Rahmen ihrer Möglichkeiten immer wieder Hilfestellung, so dass die Arbeit vorangetrieben werden konnte.
In dieser Zeit wurde auch die Außenanlage des Sportheims auf Vordermann gebracht. Durch Befestigung des gesamten Vorplatzes und Überdachung wurden gute Voraussetzungen sowohl für die Zuschauer bei Spielen, als auch für das Abhalten von kleineren Veranstaltungen geschaffen.
Das Aufbringen der Rasentragschicht und das eigentliche Einsähen des Platzes wurden dann im Sommer 1988 an die Marktheidenfelder Baufirma Zöller vergeben. Ausführender Unternehmer war jedoch die Sportplatzbaufirma Harth aus Lohr. Im Oktober 1988 wurde schließlich die Rasensaat ausgebracht.
Während der Wachstumsphase bauten die Mitglieder noch eine Bewässerungsanlage und stellten eine zur Verfügung gestellte Bauhütte als Unterstand und Geräteraum am neuen Sportplatz auf. Diese wurde jedoch bei einem schweren Sturm im Frühjahr 1990 so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden musste. An ihrer Stelle wurde eine stabile Holzkonstruktion erstellt.
Über 4000 freiwillige Arbeitsstunden waren seit Baubeginn abgeleistet und der Verein konnte mit Recht stolz auf diese Arbeit sein.
Die 1. Mannschaft tat sich in der ersten Saison B-Klasse (1988/89) zwar schwer, konnte jedoch den Klassenerhalt mit einem 12.Platz sichern. Im Jubiläumsjahr des TSV war die Gruppe ungewöhnlich ausgeglichen, eine insgesamt stabile TSV Mannschaft kam unter ihrem Trainer Walter Werner jedoch eigentlich nie ernsthaft in Abstiegsgefahr. Ganz vorne konnte man jedoch ebenfalls nicht mitmischen, so dass am Ende ein 6.Platz blieb.
Im Jugendbereich wurde es zunehmend schwieriger in allen Altersklassen Mannschaften zu stellen. Auch der TSV musste die Zeichen der Zeit erkennen und war gezwungen, Spielgemeinschaften mit Wintersbach einzugehen, die sich im übrigen recht gut bewährten. Nur so konnte man den Jugendlichen das Fußballspielen im Verein überhaupt noch ermöglichen. Schon ab der Saison 86/87 konnte der TSV keine B-Jugend mehr melden, ab 87/88 keine B und keine C-Jugend und ab 88/89 fiel zusätzlich auch die A-Jugend dem Spielermangel zum Opfer. Einziger Lichtblick in dieser Beziehung war, dass ab 1989/90 zwei F-Jugendmannschaften (Spieler unter 8 Jahren) gemeldet werden konnten. Hier war die Begeisterung sehr groß. Fast 30 Kinder waren mit großem Spaß bei der Sache und es blieb zu hoffen, dass aus diesem Stamm wieder vollzählige Jugendmannschaften auch in anderen Alterklassen nachwachsen.
Die Platzeinweihung wurde schließlich am 14.6.1990 im Rahmen eines 4-tägigen kleinen Festes gefeiert. Nachdem Pfarrer Rainer Vierheilig das Spielfeld eingesegnet hatte, durfte als erste Mannschaft die kleinsten Fußballer des TSV ein Spiel auf dem neuen Platz bestreiten. Dies war durchaus symbolisch zu verstehen, denn der Platzbau ist in erster Linie als Investition in die Zukunft des Vereins zu sehen. Und die Zukunft des Vereins sind nun mal auch die jugendlichen Fußballspieler.
Im Verlauf der 4 Tage spielten dann alle aktiven Mannschaften des TSV zum ersten mal auf dem neuen Platz.
Die Tischtennisabteilung des TSV Heimbuchenthal
Nachdem
bereits in den Jahren zuvor mehrfach über die mögliche Gründung
einer TT-Abteilung gesprochen worden war, dies aus verschiedenen
Gründen jedoch nicht realisiert wurde, stellte Helmut Michel in der
Generalversammlung des TSV im Juli 1989 den förmlichen Antrag eine
solche zusätzliche Sportmöglichkeit neben dem Fußballspiel zu
schaffen. Nach einer langen, lebhaften Diskussion unter den anwesenden
Mitgliedern wurde schließlich beschlossen, eine Tischtennisabteilung
zu gründen.
In einer Vorstandssitzung am 3.September 1989, an der auch Herr Ernst Vath, der Beauftragte des TT-Kreises Aschaffenburg Süd beratend teilnahm, wurden alle organisatorischen Dinge besprochen und geklärt. Als ehemaliger aktiver TT-Spieler stellte sich schließlich Bernd Seitz als Abteilungsleiter zur Verfügung. Seine Beisitzer wurden Helmut Michel und Bruno Fath. Somit war die Tischtennisabteilung des TSV Heimbuchenthal am 2.September 1989 gegründet.
Die
Verantwortlichen gingen sofort mit großer Begeisterung an die Arbeit.
Man meldete bereits 5 Tage später eine Herrenmannschaft für den
Spielbetrieb und führte noch im September einen Informationsabend
für alle Tischtennisinteressierte durch. 31 Mitglieder konnten dem
BTTV München gemeldet werden. Ein nicht erwarteter Erfolg.
Mit
der Gemeinde wurde schnell eine Einigung über den Spielort, die
Schulturnhalle in Heimbuchenthal, erzielt und die nötigen
Tischtennisplatten waren auch bald vorhanden (4 Platten der
Verbandsschule dürfen mitbenutzt werden, 2 Platten spendete die
Gemeinde, 1 Platte die Raiffeisenbank).
Das
erste Verbandsspiel fand schon am 23.September 1989 in der Turnhalle
statt und wurde freilich mit 0:9 verloren. Das entmutigte jedoch
keinen, im Gegenteil bei den Vereinsmeisterschaften am 6.Januar 1990
nahmen 43 Spieler und 7 Spielerinnen teil. Die ersten Vereinsmeister
waren Bernd Seitz und Birgit Michel. Bei den Kreismeisterschaften in
Stockstadt am 1.April 1990 erzielte man dann einen weiteren bemerkenswerten Erfolg. Kreismeisterin bei den Damen wurde Birgit
Michel, Zweite wurde Edelgard Fries und Dritte wurde Rosi Michel. Bei
den Herren erreichte Bernd Seitz den zweiten Platz. Sportlich endete
die Verbandsrunde dann im Mai mit insgesamt 3 Siegen der Mannschaft und
einem vorletzten Tabellenplatz.
Für die Saison 1990/91 waren dann bereits 2 Schüler-/Jugendmannschaften, 1 Damen- und 2 Herrenmannschaften gemeldet. Mit 55 Mitgliedern konnte die TT-Abteilung optimistisch in die Zukunft blicken und trägt seitdem entscheidend zu einer positiven Entwicklung des TSV Heimbuchenthal bei.
Publiziert am: Montag, 16. November 2009 (527 mal gelesen)
Copyright © by tsv-heimbuchenthal.de
[ Zurück ]